RELAXEN IN SÜDOST- ASIEN

Die Strandkulissen auf

den südostasiatischen Inseln sind weltweit einzigartig und die lange Reise jedenfalls wert.

Die Staaten Südostasiens werden bei Urlaubern immer beliebter. Das liegt nicht nur an den entspannenden Massagen.

TRAVEL

Redaktion: Michael Hammerl

M

assagen werden in Südostasien an jeder zweiten Ecke angeboten. Allerdings sind diese Angebote nicht immer seriös. Vor allem der Ton macht die Musik. Wird auf offener Straße eine „Massaaaage“ offeriert, könnte damit durchaus etwas anderes gemeint sein.

Das gilt vor allem für die Philippinen, wo Prostitution offiziell verboten ist. Die „Gewerbetreibenden“ suchen nach anderen Wegen, ihre Dienste an den Mann zu bringen. Wer in solchen Fällen hellhörig bleibt, kann seinen Urlaub in Südostasien ohne gewisse Überraschungen genießen – auch ab- seits eines Hotelresorts. Noch sicherer ist es natürlich, sich vorab mit einem Reiseveranstalter zu besprechen. Viele südostasiatische Staaten haben ihre eigenen Gesetze und Touristenfallen. Ein unvorsichtiger Umtrunk im falschen Hotspot endet selten, aber doch, in einer Gefängniszelle oder an anderen ungastlichen Orten. Wer vorsichtig ist, enge Seitengassen und das Rotlicht meidet, muss sich im Regelfall keine allzu großen Sorgen machen. Im Normalfall zahlt sich der Flug auf die andere Seite der Erdkugel aus. Denn dort gibt es Traumwelten in Hülle und Fülle. Neben den natürlichen Schönheiten, den Stränden, dem glasklaren Meereswasser und den pulsie- renden Regenwäldern, ist auch die kulturelle Vielfalt enorm. Das reicht von zurückgezogenen Stämmen in Malaysia, Indonesien oder Papua- Neuguinea bis hin zu geschichtsträchtigen Orten in Laos, Vietnam oder Kambodscha. Länder wie Singapur setzen mittlerweile touristische Standards, die weltweit ihresgleichen suchen. Aber selbst in den ärmeren Staaten wird die Infrastruktur immer besser.


HEILSAME MASSAGEN

Das gilt auch in puncto Wellness. Erwähnt seien die Massagemethoden der „Hmong“, eines Bergvolkes in Laos, die mittlerweile landesweit kultiviert werden. Dabei steht die Arbeit mit heißen Kompressen sowie verschiedenen Druck- und Dehntechniken im Vordergrund. Richtige Wellnesstempel mit duftenden Dampfbädern, Ölen und ausgefallenen Massagemethoden, wie der „Traditional Pra Kob Thai“, warten in Thailand auf unentspannte Gäste. Häufige Ingredienzen im Massagemix sind Zitronengras, Kokos- nussmilch, Kümmel und gelegentlich auch Kaffee. Längst auch in Europa angekommen sind sogenannte „Fish Spas“, bei denen die Füße ins Wasser gesteckt werden und zum Beispiel Rötliche Saugbarben Hornhaut und abgestorbene Hautzellen naschen. Ein kitzeliger Trend, der seinen Ursprung in Asien hat. Wem die Wellnesswelt zu langweilig ist, der kann es auch krachen lassen. Bangkok, Kuala Lumpur und speziell Singapur bieten sich für Städte-Tourismus an.


„BEFREITER“ TEMPEL

Vielleicht noch interessanter und geschichtsträchtiger sind Orte wie die Pindaya-Höhlen im Shan-Staat in Myanmar. Den Eingang zur Pilgerstätte bildet ein buddhistischer Tempel. Der Legende nach hat in den Pindaya- Höhlen Prinz Kummabhaya vier Prinzessinnen aus der Gefangenschaft befreit. Allerdings musste er dafür keinen Drachen, sondern eine Riesen- spinne töten. Noch wildere Höhlen gibt es im Bergdorf Sagada im Norden der Philippinen, wo bisweilen von der indigenen Bevölkerung Särge an die Felswände genagelt wurden (aus rituellen Gründen). Bei sämtlichen Höhlentouren in Südostasien wird die Begleitung durch einen vertrauens- würdigen Guide dringend empfohlen. Aufregend sind sie allemal. In puncto Kulinarik hat übrigens jedes südostasiatische Land seine Eigenheiten. Wer sich nicht sicher ist, was er gerade bestellt, sollte vor allem in nicht- touristischen Lokalen lieber noch einmal nachfragen.

Südostasien ist bekannt für seine vielfältigen Massagemethoden. Dabei wird gerne mit duftenden Kräutern und Ölen gearbeitet.

Wellness

Ein Prinz hat in den Höhlen von Pindaya laut Legende vier Prinzessinnen aus den Fängen einer Riesenspinne befreit. Ihm zu Ehren wurde ein Tempel errichtet.

Myanmar

Die Petronas Towers in Kuala Lumpur sind mit einer Höhe von 452 Metern die größten Zwillingstürme der Welt.

Malaysia

Hygienisch nicht immer einwandfrei, aber dafür durchwegs exotisch sind die Märkte, wie hier in Luang Prabang.

Laos

INSIDER-TIPPS

Papua-Neuguinea: Nur kleine Teile des kulturell einzigartigen Inselstaates sind bisher touristisch erschlossen. Papua ist etwas für richtige Abenteurer. Eines der ausgefallensten Maskenfestivals der Welt wird von 14. bis 16. September in der Hochland-Stadt Goroka gefeiert. Indigene Stämme bemalen und maskieren sich. Sie vollführen folkloristische Tänze, „Sing-Sing“ genannt.

Kambodscha: Die beeindruckende Tempelanlage Angkor Wat ist nur eine von vielen Sehenswürdigkeiten des Staates zwischen Thailand, Laos und Vietnam. Traurige Berühmtheit genießen die „Killing Fields“ in Choeung Ek. Dort befindet sich ein riesiger Freiluft-Friedhof, in Erinnerung an die Verbrechen des maoistisch-nationalistischen Diktators Pol Pot.

Indonesien: Der größte Inselstaat der Welt vereint eigentlich alles, was Südostasien ausmacht. Neben riesigen Tempelanlagen wie Borobudur (größte buddhistische Tempelanlage der Welt) bietet Indonesien beeindruckende Wasserlandschaften, eine atemberaubende (und gefährliche) Tierwelt, aktive Vulkane, verborgene Ruinen und isolierte, indigene Völker.

Zur Vollansicht bitte antippen.

www.c-and-a.com