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Nationalgerichten auf der Spur: Liebe geht durch den Magen – und auch Länder kann man durch ihre Gerichte kennenlernen.

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Redaktion: Florian fuchs

E

s gibt in vielen Fällen mehrere Speisen, die als Nationalgericht eines Landes gelten. Oft ist das abhängig von Bundesland bzw. Region, Alter der Befragten usw. Eine Speise allerdings hat im- mer eine gewisse Vormachtstellung und steht (fast) symbolisch für ihr Land. Lässt man sich auf diese Gerichte mit Leib und

Seele ein, muss man gar nicht in das jeweilige Land reisen, um es zu besuchen – man kann es förmlich schmecken.


aus aller welt

Wenn man ein authentisches Restaurant gefunden hat oder sich einen guten Koch nennen darf, ist ein fernes Land oftmals nur eine Messerspitze entfernt. Urlaub über den Tellerrand, wenn man so will. Im Donau Zentrum geht das übrigens hervorragend, denn aufgrund des umfangreichen Angebots lässt es sich von dort aus fast überallhin reisen (passende Restaurants in den runden Bubbles). Rund um die berühmtesten Nationalgerichte ranken sich auch immer wieder Mythen oder Gerüchte – oder es gibt einige Versionen von ihrer „Erfin- dung“. So wurde z.B. der Burger laut Überlieferung zwar von einem Deutschen, allerdings in New Haven, USA, erdacht. Andere Speisen haben einen sensatio- nellen Aufstieg vom Essen in einer begrenzten Region zu wahren Aushänge- schildern ihres Landes hinter sich, wie es z.B. bei den Italienern Pizza und Pas- ta der Fall ist. Auch weit verbreitete Irrglauben halten sich hartnäckig: So gilt beispielsweise nicht Döner Kebap, sondern „Kuru Fasulye“ – weiße Bohnen in Tomatenmark – als türkisches Nationalgericht.


eine frage des Geschmacks

Das mit den regionalen Köstlichkeiten ist auch so eine Sache. Nur weil es die Menschen vor Ort seit hunderten von Jahren gut finden, muss es nicht für je- dermann köstlich sein. Hier muss man es ähnlich sehen wie bei der Schönheit: „Beauty is in the eye of the beholder“ oder eben „Taste is in the tummy of the eater“. Staatsmahlzeit oder nicht, eines steht auch dabei im Fokus: Schmecken soll’s. „Der beste Fisch ist immer noch der Schnitzel“, formuliert eine spaßige Redewendung. Mancher Österreicher wird’s bestimmt unterschreiben.

WO?

Interspar-

Restaurant (EG)

Radatz (EG)

Österreich: Schnitzel

PANIERT. Egal ob im Wirtshaus, zu Hause oder – der Klassiker – bei der Oma. Egal ob – wiene- risch – vom Kalb, vom Schwein oder vom Huhn, das panierte, in Öl oder in Schmalz gebackene Stück Fleisch erfreut sich in der Alpenrepublik und auch darüber hinaus ungebrochener Beliebt- heit. Über die Beilagen lässt sich, vor allem quer durch die Generationen, streiten: Empfinden manche den Erdäpfelsalat als obligat, gehören mittlerweile die Pommes vielerorts zur Grundaus- stattung. Was noch die Frage ist: Geklopft oder nicht geklopft?

WO?

My Indigo (EG)

Spanien: Paella

variantenreich. Ursprünglich war „Paella“ die Bezeichnung für die Pfanne, in der sie traditionell zubereitet wird. Heute steht es für beides, die Pfanne und das Gericht selbst. Unangefochtenes Nationalgericht ist die Paella nicht, denn es gibt da ja auch noch die be- rühmten Tapas. Das Reisgericht ist in schier unzähligen Varianten – mit Meeresfrüchten, mit Fleisch, vegetarisch, mit Kruste etc. – er- hältlich, in einem allerdings sind sich alle Kö- che einig: Auf den Reis kommt’s an; ist dieser gut, wird auch die Paella gut.

WO?

Burger King (2. Stock)

Burgerista (1. Stock)

Le Burger (1. Stock)

USA: Burger

eingebettet. Zur Entstehungsgeschichte und wer nun tatsächlich den Hamburger erfun- den hat, gibt es so manche Theorien. Fakt ist: Es ist irgendwann im 19. Jahrhundert in den USA passiert, die seitdem wie kein zweites Land mit ihrer Nationalspeise verbunden sind. Bestand der Burger ursprünglich ganz simpel aus einem Fleischlaibchen zwischen zwei Bun- Hälften mit Garnitur, lassen sich die heutigen Spielarten nicht mehr zählen. Aber egal ob mit dreifach Fleisch, ganz ohne oder mit 14 Käse- sorten – wir sind „burgeistert“!

WO?

Pizza Pizza (1. Stock)

Vapiano (1. Stock)

Wienerwald (EG)

D’Lounge (EG)


Italien: Pasta/Pizza

teigig. Eines ist klar: Das italienische Nationalgericht besteht aus Teig, sei es nun die Pasta oder die Pizza. Historisch relevanter ist bestimmt die Nudel, schließ- lich war Pizza früher nur in einem kleinen Teil Italiens bekannt. Heute jedenfalls kann getrost das eine wie das andere als klassisches italienisches Gericht bezeich- net werden. Kaum vorstellbar: Pasta wurde in ihren Anfängen – meist als Spaghetti oder Makkaroni – pur oder nur mit gerie- benem Käse genossen.

WO?

Akakiko (1. Stock)

Ginza (2. Stock)

Happy Noodles (EG)

China: Peking-Ente

mehrgängig.Die chinesische Esskultur ist der mitteleuropäischen so – na ja – eher gar nicht ähnlich. Ein Klassiker, der es – im Unterschied zu gebratenen Nudeln oder Acht Schätzen – noch nicht in jedes Chinarestaurant um die Ecke ge- schafft hat, ist die Peking-Ente. Das chinesische Nationalgericht ist in der Zubereitung sehr auf- wendig und wird meist nur in spezialisierten Lo- kalen angeboten. Das fertig gekochte Geflügel wird oft in dreierlei Gängen verspeist: das Fett als Vorspeise in einem Pfannkuchen, das Fleisch ge- schnitten mit mehreren Beilagen und der Rest als abschließende Suppe.