HOW

TO Orient

FOOD

Redaktion: GEROLD WEILINGER

Die Mezze-Tafel immer reich gedeckt. Die orientalische Küche mit ihren hocharomatischen Speisen bereitet ein wohliges Gefühl von Urlaub.

G

esund, schnell gemacht und eine Geschmacksexplosion an je- dem Gaumen: Die orientalische Küche hat viele Vorzüge und liegt mit ihren aromatischen Köstlichkeiten ohne Zweifel ganz stark im Trend. Aber manche trauen sich das Selberkochen der exotischen und traditionellen Gerichte nicht zu – dabei ist alles

gar nicht so schwer ...


entspricht dem zeitgeist

Wichtig in der Kultur im Morgenland ist der Genuss. Im Orient setzt man sich nicht einfach hin, isst zehn Minuten, legt das Besteck weg und geht wieder sei- nes Weges. Hier im Orient – das Gebiet umfasst nicht nur alle Länder der Ara- bischen Halbinsel von Saudi-Arabien über die Vereinigten Arabischen Emirate

bis zu Oman und Jemen, sondern auch Iran, Irak und Syrien bis hoch in die Türkei, beinhaltet aber ebenso den Libanon, Jordanien, Israel und die nordafri- kanischen Staaten von Ägypten bis nach Marokko – wird wirklich alles zele- briert. Eine kleine Plauderei, ein Gläschen Tee und ein Espresso zum Abschluss gehören einfach dazu. Gastfreundschaft inklusive Essen ist ein wichtiger Teil des Lebens – deshalb lässt man sich auch ausgiebig Zeit und genießt. Und das be- ginnt schon bei der Vorspeise, den sogenannten Mezze, vergleichbar mit den spanischen Tapas oder den italienischen Antipasti. Oft werden dabei mehr als 30 verschiedene Köstlichkeiten aufgetischt, von eingelegtem Gemüse über gebacke- nen Ziegenkäse bis hin zu Hummus, Falafeln oder kleinen Spießchen. Sie sollen den Appetit anregen, können aber auch die Hauptmahlzeit vollkommen erset- zen. Viele der typischen Mezze-Gerichte sind vegetarisch, entsprechen also ge- nau dem Zeitgeist, dem sich immer mehr Menschen mit einem gesünderen, ver- antwortungsvollen Lebensstil anschließen.


gleich ausprobieren

Natürlich wird aber in der orientalischen Küche auch Fleisch genossen. Beson- ders beliebt sind Schmorgerichte, zum Beispiel Tajine mit Lamm, Rindfleisch oder Geflügel, vermischt mit Gemüse und aromatischen Gewürzen. Traditionell werden diese Gerichte im gleichnamigen Schmorgefäß, der Tajine, mit einem kegelförmigen Deckel zubereitet. Dazu wird als Beilage etwa Bulgur, Couscous, Reis oder das beliebte Fladenbrot gereicht. Am besten gleich ausprobieren – ihr werdet begeistert sein und eure Gäste ebenso …

Best of Market

Tajine-Set, orange

Gusseisen und Keramik, Durchmesser: 25 cm € 34,90 bei Interspar.

Teeservice Marakesch

3er-Set, offweiß, 98 % Porzellan, 2 % Metal € 19,99 bei Depot.

Steingutschale

Persisches Reliefmotiv, Durchmesser: 15 cm, € 3,99 bei Zara Home.


schakshuka

Gastfreundschaft geht durch den Magen – so wie dieses orientalische Schakshuka-Rezept aus dem GU Küchenratgeber „Orientküche“, eine Spezialität der nordafrikanischen und israelischen Küche.


ZUTATEN (für 2 Personen, ca. 30 Min. Zubereitung):

5 mittelgroße Tomaten, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1 roter Paprika, 1 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer, ½ Bund Petersilie, 100 ml Gemüsebrühe, 1 TL Harissa, gemahlener Kreuzkümmel (nach Belieben), 1 Prise gemahlene Kurkuma, 4 Eier

ZUBEREITUNG:

1.Tomaten waschen, halbieren, die Kerne herausdrücken und das Fleisch würfeln. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Paprika waschen, putzen und in kleine Würfel schneiden. Öl erhitzen und Zwiebel darin drei Minuten andünsten. Knoblauch und Paprika dazugeben und dünsten, bis die Paprikawürfel weich sind.

2.Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Die Tomatenwürfel und die Hälfte der Petersilie mit in die Pfanne geben und 5 Minuten weiter garen. Mit der Gemüsebrühe aufgießen, mit Salz, Pfeffer, Harissa, Kreuzkümmel und Kurkuma würzen und alles weitere 10 Minuten köcheln lassen.

3.Mit einem Löffel vier Vertiefungen in die Gemüsepfanne machen. Die Eier einzeln in eine Tasse aufschlagen und in die Vertiefungen der Gemüsepfanne gleiten lassen. Nicht mehr rühren, sondern die Eier bei geringer Hitze zugedeckt stocken lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen, mit restlicher Petersilie bestreuen und genießen.

TIPP: Statt frischer Tomaten kann man auch stückige Tomaten aus der Dose verwenden. Harissa lässt sich nach Belieben durch frischen roten Chili ersetzen.

BUCHTIPP:

Orientküche

Mit Mezze & Co. ins Morgenland von Matthias F. Mangold Eine tolle Sammlung sonniger Wohlfühlrezepte!


GRÄFE & UNZER Verlag,

ISBN: 978-3-8338-6467-4 € 9,30 bei Thalia

Schnell, gesund und raffiniert gewürzt: Hummus ist ein orientalischer Dip aus Kichererbsen und Sesampaste.

HUMMUS –

der Allrounder selbstgemacht


Zutaten: für ca. 400g, 10 Min. Zubereitungszeit:

1 Dose Kichererbsen (ca. 240 g Abtropfgewicht), 2 Knoblauchze- hen, 1 Zitrone, 100 g Tahin (Sesampaste), Salz, ½ TL edelsüßes Paprikapulver, 3 EL Olivenöl, Pfeffer.


ZUBEREITUNG:

1.Die Kichererbsen in ein Sieb abgießen und gut abtropfen las- sen, die ablaufende Flüssigkeit dabei auffangen. Den Knob- lauch abziehen und mit einem Messer grob hacken. Die Zitro- ne halbieren und die Hälften auspressen.

2.Die abgetropften Kichererbsen mit dem gehackten Knob- lauch, dem Zitronensaft, dem Tahin, etwas Salz und Paprika im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren, dabei nach und nach einige Löffel vom aufgefangenen Kichererbsensud zugeben, bis eine dickcremige Paste entsteht.

3.Etwa 2 EL Olivenöl zugeben und von Hand unter das Püree rühren. Den Hummus mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft ab- schmecken. In ein Schälchen geben, mit dem restlichen Öl beträufeln und mit Paprikapulver bestäubt servieren.


TIPP: Tahin ist eine Paste aus gerösteten oder ungerösteten Se- samsamen – mittlerweile in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich. Hummus lässt sich sehr gut variieren, etwa mit ge- hackten Kräutern (z. B. Koriandergrün) oder gekochtem Gemüse

Fotos: shutterstock.com, Gräfe und Unzer Verlag / Anke Schütz