INSIDE INTERVIEW

sozial und nachhaltig

Nach Anlaufschwierigkeiten freut sich Prokurist Michael Berger, dass der Sozialmarkt im Donau Zentrum positiv angenommen wird.

Herr Berger, seit 2008 gibt es den Sozialmarkt Wien, im letzten Herbst wurde im Donau Zentrum eine weitere Filiale eröffnet. Wer steht hinter dem Sozialmarkt Wien und warum hat man sich entschlossen, im Do- nau Zentrum einen neuen Standort zu etablieren?

Michael Berger: Der Sozialmarkt im Donau Zentrum ist mittlerweile die fünfte Filiale des Samariterbundes in Wien und die zweite des Samariter- bundes Floridsdorf-Donaustadt, der eine eigenständige Gesellschaft ist. Wir haben uns deshalb für einen weiteren Markt entschieden, da der Be- darf an Einrichtungen dieser Art leider immer weiter steigt. Unser Stand- ort im Donau Zentrum wurde unter anderem auch deshalb gewählt, da wir gemeinsam mit dem Donau Zentrum den Bioabfall reduzieren möchten und die dadurch entstehenden kurzen Transportwege einen enormen Vor- teil für die Umwelt bringen.


Bekommen Sie Unterstützung vom Donau Zentrum bzw. von Firmen aus dem Donau Zentrum?

Michael Berger: Ja, ohne die Unterstützung des Donau Zentrums wäre die Umsetzung dieses Projektes ganz sicher nicht möglich gewesen. Sowohl das verantwortliche Management als auch vor allem die Mieter im Donau Zentrum unterstützen uns in jeglicher Hinsicht.


Darf eigentlich jeder im Sozialmarkt einkaufen bzw. gibt es Regeln, die man beachten muss?

Michael Berger: Um in einem Sozialmarkt einkaufen zu dürfen, bedarf es einer Einkaufsberechtigung, die man direkt im Markt beantragen kann. Um diese Berechtigung zu bekommen, müssen die Kundinnen und Kun- den einige Unterlagen vorweisen: Ausweis, Meldezettel und auch einen Einkommensnachweis, denn das Einkommen darf folgende Grenzen nicht übersteigen: Einzelpersonen 1.238 Euro (12-mal pro Jahr), Paare 1.856 Euro und pro Kind 371 Euro.


Die Regale im Markt sind reichlich gefüllt. Woher beziehen Sie Ihre Produkte?

Michael Berger: Die meisten Produkte kommen direkt aus dem Donau Zentrum. Mittlerweile unterstützen uns viele Filialen und bringen die Wa- ren direkt zu uns in den Markt. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sortieren dort die Produkte aus und befüllen dann die Regale.


Wie sind die ersten Monate im Donau Zentrum gelaufen?

Michael Berger: Schon bei der Eröffnung hat man den Kundinnen und Kunden die Freude über den neuen Markt angesehen. Wir dürfen auch täglich neue Einkaufsberechtigungen ausstellen. In den ersten Monaten gab es trotzdem Anlaufschwierigkeiten. Der Standort liegt doch recht ab- gelegen, die Kundinnen und Kunden müssen uns beim ersten Besuch doch länger suchen.


Beobachten Sie Menschen, die sich überwinden müssen, um den Sozial- markt zu betreten?

Michael Berger: Natürlich gibt es Personen, die nicht möchten, dass sie beim Einkaufen im Sozialmarkt gesichtet werden. Diese „Schwellenangst“ wird meistens schnell abgelegt und wir dürfen die Kundinnen und Kunden rasch wieder im Sozialmarkt begrüßen.


Vielen Dank für diese Informationen. Haben Sie noch etwas auf dem Herzen?

Michael Berger: Wir möchten uns auf diesem Weg für jede Unterstützung ganz herzlich bedanken!