HOW

TO Pizza

Einer leckeren Pizza kann niemand widerstehen. Und selbst gemacht schmeckt’s noch besser. Probier’s doch einmal aus – erlaubt ist, was schmeckt!

FOOD

Redaktion: GEROLD WEILINGER

E

s gibt wohl kaum ein Gericht, das häufiger als Lieblingsessen genannt wird als Pizza. Nein, sie ist von unseren Tellern einfach nicht mehr wegzudenken. Seit sie im Jahre 1889 in der südita- lienischen Hafenstadt Neapel erfunden wurde, trat die Pizza, die den heutigen Vorstellungen entspricht, ihren Siegeszug rund

um die Welt an. Jedes Dorf hat seine Pizzeria oder seinen „Italiener“, wo neben schmackhaften Pasta-Gerichten auch Pizzas in allen Variationen angeboten werden. Kaum eine Speise präsentiert sich derart vielseitig und deshalb schwö- ren fast alle auf Pizza, weil sie mit allem Möglichen belegt werden kann. Vega- ner und Vegetarier kommen genauso auf ihre Kosten wie Fisch- oder Meeres- früchte-Liebhaber. Wenn es Pizza noch nicht gäbe, man müsste sie erfinden.

Best of Market

Pimotti-Pizzastein

5cm Pizzastein, aus natürlichem, lebensmittelechtem, gebranntem Schamott. € 59,99 bei Interspar.

Pizzateller weiß, Porzellan, Durchmesser 31 cm

€ 4,99 bei Depot.

WMF Profi Plus Pizzaschneider,

mit integriertem Fingerschutz

€ 19,95 bei WMF.

erlaubt ist, was schmeckt

Ohne Zweifel machen die Italiener die beste Pizza. Wenn du aber nicht gerade die Möglichkeit hast, beim „Italiener ums Eck“ eine Pizza aus dem Steinofen zu genießen, ist die beste Möglichkeit, an leckere Pizza zu kommen: Pizza selber machen. Selbst gemachte Pizza ist so wandlungsfähig, wie es ein Gericht nur sein kann, denn es gibt so gut wie nichts, das nicht auf deine Pizza darf. Erlaubt ist, was schmeckt, und noch dazu kann jeder sich seine Ecke ganz individuell be- legen. Der erste Schritt zu selbst gemachter Pizza ist der Pizzateig, traditionell ein einfacher Hefeteig. Achtet auf den Mehltyp – je feiner das Mehl, desto fei- ner der Teig. Den Teig lange kneten, bis er elastisch ist, und danach lange genug ruhen lassen (siehe 24-Stunden-Pizzateig im Kasten rechts).


höchste temperatur

Während in der Pizzeria der Käse meist unter den Belag kommt, solltest du ihn zu Hause besser auf den Belag legen, da der Käse die anderen Zutaten vor dem Austrocknen schützt. Das Wichtigste beim Backen deiner Pizza: Die Tempera- tur im Ofen muss hoch genug sein. Den Backofen auf höchstmöglicher Tempe- ratur gut vorheizen – und auch das Backblech solltest du unbedingt ebenfalls mit vorheizen. So bekommt der Teig auch von unten die nötige Hitze. Eine gute Anschaffung für alle, die gerne Pizza backen: ein Pizzastein aus Schamott. Da der Stein die Hitze speichert und Feuchtigkeit aus dem Teig aufsaugt, wird der Boden schön knusprig.

Pizza Parma

Mit Rucola und Parmaschinken: Die Pizza Parma nach dem Rezept aus dem GU-Ratgeber „Pizza & Flammkuchen“. Gutes Gelingen!


ZUTATEN (für 4 Stück):

1 Rezeptmenge 24-Stunden-Pizzateig, ½ Dose stückige Tomaten (200 g), Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker, 4 TL Olivenöl, 150 g Cocktailtomaten, 2 Kugeln Mozzarella (à 125 g), 100 g Rucola, 12 dünne Scheiben Parmaschinken, 50 g Parmesan, Mehl zum Arbeiten


ZUBEREITUNG:

1.Den Teig nach Grundrezept (siehe Kasten) zubereiten, gehen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Den Backofen samt Backblech oder Pizzastein auf 250 °C vorheizen. Den Teig vierteln und auf je einem leicht bemehlten Stück Backpapier zu vier runden Pizzaböden formen, den Rand etwas dicker lassen.

2.Die Tomaten mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Nach und nach je 2–3 EL stückige Tomaten auf jedem Pizzaboden verstreichen. Die Cocktailtomaten waschen, trocken tupfen und halbieren. Mozzarella in dünne Scheiben schneiden. Die Pizzaböden mit je einem Viertel der Cocktailtomaten und der Mozzarellascheiben belegen. Pizzas samt Backpapier nacheinander auf das heiße Backblech ziehen und je 10 Min. backen.

3.Inzwischen den Rucola waschen, trocken schütteln und grobe Stiele entfernen. Fertige Pizza mit je 3 Scheiben Parmaschinken belegen, mit je 1 TL Öl beträufeln und jeweils ein Viertel des Rucolas daraufgeben. Etwa ein Viertel des Parmesans mit einem Sparschäler in Spänen direkt über der Pizza hobeln und genießen.

Hmmm – wie das duftet! Tomatig, fruchtig, mit Käse und frischen Zutaten – wer kann bei diesem Blick in den Ofen schon widerstehen.

BUCHTIPP:

Pizza & Flammuchen

Inga Pfannebecker, Von Klassikern bis zu raffinierten Ofen-Hits. Mit Geling-Tipps für schnelle Erfolge.


GRÄFE & UNZER Verlag,

ISBN: 978-3-8338-5334-0 € 9,30 bei Thalia

24-STUNDEN-PIZZATEIG IN FÜNF SCHRITTEN


ZUTATEN für 4 runde Pizzen (Ø 28 cm) oder 2 Backbleche:

5 g frische Hefe (ersatzweise 3 g Trocken- hefe), 500 g Mehl (Type 00 oder 550), Salz, 1 EL Olivenöl, Mehl zum Arbeiten


Hefe unter Rühren in 300 ml lauwar- mem Wasser auflösen. Zum Mehl gie- ßen. Einen leicht gehäuften TL Salz und das Öl zugeben.

15 Min. kneten, mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken. Bei Zimmertem- peratur 30 Min. und dann im Kühl- schrank 24 Std. gehen lassen.

Die Schüssel mit dem Teig 30 Min. vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und in 45–60 Min. Zimmer- temperatur annehmen lassen.

Den Backofen samt Backblech auf 250 °C vorheizen. Teig vierteln. Stücke in Mehl wenden und durch Drücken und Ziehen zu einem dünnen runden Boden formen.

Den Pizzaboden auf ein leicht bemehl- tes Backpapier legen. Nach Belieben belegen, aufs heiße Backblech gleiten lassen und je 12–15 Min. backen.


TIPP: Keine Zeit bis morgen? Dann ver- wende ½ Würfel Hefe (21 g) oder 1 Pkg. Trockenhefe (7 g) und lass den Teig nur 1–2 Std. an einem warmen Ort gehen.