INSIDE INTERVIEW

Bloggerin Judith List muss mit drei Kindern effizient sein und will darum die Weihnachts- einkäufe nicht erst in letzter Minute erledigen.

genießen, tratschen u- nd Feiern

„Stadtmama“ Judith List geht entspannt in die (Vor-)Weihnachtszeit: „Ich habe vor ein paar Jahren aufgehört, mich stressen zu lassen …“

Judith, du betreibst seit sechs Jahren den Familienblog „Stadtmama“. Was erwartet die Besucher auf www.stadtmama.at?

Auf meinem Blog findet man nach so vielen Jahren online so ziemlich alles rund ums Schwangersein, Kinderbekommen, Familienleben, aber mittler- weile auch sehr viel zum Thema Berufstätigkeit & Familie. Drei Kinder und mein Unternehmen haben die Themen ziemlich geprägt.


Wo holst du dir die Ideen und die Themen, über die du bloggst?

Das ist sehr unterschiedlich. Meistens aus meinem Leben. Früher habe ich oft einfach darüber geschrieben, was mich als Mutter gerade beschäftigt. Mittlerweile geben häufig auch Inputs meiner Leserinnen die Themen vor. Manchmal inspiriert mich ein Buch, das ich gerade gelesen habe, oder ein Artikel in einem Magazin. Es ist ja bei Blogs nicht anders als bei anderen Menschen, die schreiben. Häufig wollen Dinge einfach aus meinem Kopf „aufs Papier“.


Bei einer Familie mit drei Kids gibt es sicher immer viel zu tun und jetzt steht auch schon die Adventszeit vor der Tür. Bist du schon im Weihnachtsstress?

Nein, irgendwie nicht. Ich habe vor ein paar Jahren aufgehört, mich von Weihnachten stressen zu lassen. Vor drei Jahren habe ich mit einer Blog- ger-Kollegin dazu ein eBook geschrieben „Familienzeit im Advent“, in dem es nicht so sehr um den Geschenke-Rausch, sondern vielmehr um das gemeinsame Erleben der Adventszeit geht. Ich bin ja auch bei Geschenken sehr praktisch veranlagt – ich wünsche mir meistens nur Dinge, die ich wirklich brauchen kann, oder sonst einfach gar nichts – außer mehr Zeit mit meinen Lieblingsmenschen.


Was bedeutet für dich die (Vor-)Weihnachtszeit?

Leider immer noch sehr viele von außen vorgegebene Termine, auch wenn ich versuche, mich davon frei zu machen. Bei drei Kindern kommt so eini- ges zusammen an Adventsfeiern und Ausflügen. Ich selbst mache mir kei- ne Termine mehr oder nur wenige. Ich möchte mich einfach nicht stressen lassen. Das ist ja auch gar nicht der Gedanke von Weihnachten und es kommt auch immer eine wenig absurd daher, dass die Menschen gerade vor Weihnachten rotieren, um noch alle Wünsche und Befindlichkeiten aller anderen erfüllen zu können. Gerade Mütter neigen dazu, dann ihre eigenen Bedürfnisse außen vor zu lassen und alles zu geben – bis sie dann am 25. müde auf der Couch zusammensinken.


Was ist für dich an Weihnachten am schönsten?

Am Heiligen Abend kommt unsere ganze Familie zu uns – das bedeutet

rund 15 Personen kommen bei uns im Wohnzimmer zusammen. Wir ge- nießen, tratschen und feiern. Das ist einfach wirklich das Schönste für uns, weil es eine ganz besondere Stimmung ist.


Wie feierst du das Weihnachtsfest mit deiner Familie?

Oh, ich denke, das habe ich gerade in der vorigen Frage beantwortet. Aber wer weiß, vielleicht werden wir in Zukunft auch mal zu fünft am Strand unter Palmen feiern.


Hast du schon Ideen, was heuer unter dem Christbaum liegen könnte?

Teilweise ja, aber das darf ich jetzt natürlich nicht alles verraten. Die Toch- ter wünscht sich einen Roller – aber ich weiß noch nicht, wo ich den be- sorgen werde. Ich denke, den Lego-Store im Donau Zentrum werde ich noch besuchen, mein Mann und die Kinder sind ganz große Lego-Fans und dort finde ich immer das perfekte Geschenk. Auch bei Lush schaue ich immer gerne rein – wir lieben die Badebomben und ich verschenke sie auch gerne. Ich mache kleine Aufmerksamkeiten auch gerne selbst. Die Zutaten für meine Naturkosmetik-Geschenke und kleine Leckereien finde ich meistens im Reformladen bei Prokopp, den ich wegen seiner tollen Auswahl immer gerne weiterempfehle. Ach, und ich denke, bei Elbenwald werde ich definitiv auch noch reinschauen, da meine älteste Tochter gerade Harry Potter und die mittlere Superheldinnen liebt.


Deine Tipps für ein erfolgreiches Weihnachtsshopping-Erlebnis?

Nicht erst im Dezember damit anfangen! Ich glaube das ist das einzige Geheimrezept. Ich schreibe mir meistens lange vorab eine Liste, was ich schenken möchte, da ich nichts mehr hasse, als in hundert Shops rein und raus zu gehen. Mit drei Kindern auch unmöglich, ich muss da einfach effi- zienter sein und die Weihnachtseinkäufe gezielt erledigen.